Wie kann Online-Partizipation zur Mitgestaltung von Seminaren mittels "YOUniversity" funktionieren?

FoLD18, 17.05.2018

Marco Wähner vom Düsseldorf Institute for Internet und Democracy (DIID) stellt in seinem Workshop das Projekt YOUniversity vor, in dem von Studenten Online-Partizipation zur Mitgestaltung von Seminarinhalten an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf erprobt wird.

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CC BY 2.0 - Liquid Democracy e.V.

Mittels YOUniversity wird Studierenden die Möglichkeit geboten, über eine online Plattform die Seminarinhalte mitzugestalten und so demokratische Teilhabe auch im universitären Kontext zu erfahren. Entwickelt wurde das Projekt anhand unserer Open-Source-Beteiligungssoftware Adhocracy.  Im ersten Teil des Workshops gibt Marco Wähner eine kurze Einführung zum Projekt und stellt die Ziele ausführlich dar, die in erster Linie auf die aktive Mitarbeit in der Lehrveranstaltung ausgerichtet sind. Neben der Übertragung der Verantwortung für den eigenen Lernprozess betont er, dass durch die YOUniversity-Plattform die Interaktion zwischen Studierenden und Dozierenden gefördert wird sowie mehr Transparenz und Deliberation bei der Veranstaltungsplanung zu mehr Motivation führe. Dennoch sei bei der Einführung eines neuen digitalen Tools mit einigen Problemen und Herausforderungen zu kämpfen, die bei der Initiierung von Online-Partizipationsprozessen unbedingt mitgedacht werden müssen.

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CC BY 2.0 - Liquid Democracy e.V.

Die FoLD Teilnehmer*innen widmen sich im zweiten Teil des Workshops der zentralen Frage: „Welche Herausforderungen sind bei online Partizipation im universitären Kontext sowie im Allgemeinen gegeben?“. Es kristallisieren sich dabei vier Hauptproblemfelder heraus, die für eine effektive Online-Partizipation durchdacht werden müssen:

  1. Die Aktivierung und Motivierung der Teilnehmenden
  2. Die Sicherung der Diskursqualität
  3. Eine hohe Benutzerfreundlichkeit
  4. Die Transparenz der Auswirkungen

Anschließend wird in kleinen Gruppen diese Thematik genauer aus einer „idealen“, „kritischen“ und „realen“ Perspektive diskutiert, um ein breites Analysespektrum abzudecken. Diese Methode wirft diverse Punkte auf, die für die jeweiligen Herausforderungen relevant sind und zeigen, dass für jedes einzelne Online-Partizipationsprojekt neue Maßstäbe gelten können. Die große Herausforderung besteht darin, genau diese Maßstäbe antizipiert mitzudenken und bei zukünftigen Onlineprozessen zu berücksichtigen. Nur so kann es zu neuen spannenden Erkenntnissen in der (online) Partizipationsforschung kommen.



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