18. Februar 2018

Clarity Conference: Wie sieht das Regieren der Zukunft aus?

Welche Technologien, Regulierungen und insbesondere welches Wissen brauchen Wir, um Visionen in die Tat umsetzen zu können?

Wie können sich die Bürger*nnen einer Gesellschaft für eine digitale Transformation engagieren und Nutzen daraus ziehen?

Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema „Open Government of the Future“ wurden auf der diesjährigen Clarity-Konferenz am 14. Und 15. Februar in Skellefteå, Schweden diskutiert, die von dem EU-finanzierten Projekt „Clarity: Open eGovernment Services“ veranstaltet wurde.

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Gereon Rahnfeld (z. v. l.)

Einige der weltweit führenden Experten auf diesem Gebiet stellten ihre neusten Forschungsstände vor und zivilgesellschaftliche Akteure aus verschiedenen europäischen Ländern teilten ihr Wissen und ihre wertvollen Erfahrungen aus der Praxis mit. Im Rahmen von Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops lernten sich nicht nur Multiplikatoren aus Großbritannien, Schweden, Belgien, Niederlande, Spanien und Estland näher kennen, sondern tauschten auch ihre Ansichten zu neuartigen Formen der Interaktion zwischen BürgerInnen und dem öffentlichen Sektor aus.

Gereon Rahnfeld vertrat Liquid Democracy und diskutierte als Teil des Panels ‘Skills and Ethics panel for government service development’ die demokratischen Potentiale des Internets.


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Lingying Yin während ihres Vortrages zu dem Thema "What is open government?"

Ein Vortrag über ein besonders innovatives und interessantes Thema kam von Lingying Yin,  die das Digital- und Designunternehmen Future Gov vertritt und sich unter dem Stichwort Service Design auf die Verbesserung von öffentlichen Dienstleistungen spezialisiert hat. Future Gov möchte durch neue Ansätze in dem Bereich Design zu einem Umdenken im Gesundheitswesen, öffentlicher Verwaltung und städtischem Nahverkehr beitragen. So sollen systematische Probleme mit Klarheit gelöst werden, Teams unterstützt werden, kreativ zu denken und die Nutzer*innenfreundlichkeit von online Angeboten der öffentlichen Dienstleistungen verbessert werden.

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Podiumsdiskussion über technische Innovationen in urbanen Lebensräumen

Weitere Redner waren:

Dave Snowden, vom Cognitive Edge Institut, der sich mit Prozessen der Entscheidungsfindung in Regierungen, Organisationen und der Industrie beschäftigt und diese aus einer interdisziplinären Perspektive, der Anthropologie, Systemtheorie und Neurowissenschaft, beleuchtet. In seinem Vortrag ging es um die Handhabung von Komplexität in sozialen Systemen.

Michael Veale, Wissenschaftler vom University College London (UCL), forscht zu Fairness, Transparenz und der Belastbarkeit von algorithmischen Systemen an den Fakultäten für Public Policy und Computerwissenschaften. Während seines Vortrages erörterte er die Transparenz von Algorithmen und die Möglichkeit deren Einsatzes für ein Regieren im 21. Jahrhunderts.