18. Mai 2021

Mit adhocracy+ Online-Beteiligung für Kommunen einfach und zugänglich machen!

Die Beteiligungsplattform adhocracy+ ermöglicht nicht nur Diskussionen online, sondern kann auch hybride Prozesse (online/offline) transparent abbilden, Informationen systematisch zugänglich machen sowie strukturierte Debatten erleichtern.

adhocracy+ zeichnet sich durch drei Merkmale aus: es ist schnell einsatzbereit, die Nutzung ist kostenfrei und die Entwicklung und Veröffentlichung der Software erfolgt unter der freien Lizenz AGPLv3 (Open-Source-Software). Diese drei Besonderheiten tragen dazu bei, dass wir unserem Ziel, Mitgestaltung für jede:n selbstverständlich zu machen, einen erheblichen Schritt näherkommen.

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Mit adhocracy+ wird digitale Demokratie einfach - für alle und überall.

adhocracy+ ist schnell einsatzbereit

Mit adhocracy+ lassen sich Beteiligungsprojekte unkompliziert aufsetzen und Sie können gleich mit Ihren Projekten loslegen. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, den Zugang zu der Beteiligungsplattform so einfach wie möglich zu halten. Deshalb können wir innerhalb von wenigen Werktagen eine eigene Organisation für Sie anlegen. Beteiligungsprojekte können anschließend erstellt, dupliziert, archiviert und beliebig miteinander kombiniert werden. Eine übersichtliche Anleitung unterstützt Initiator:innen der Projekte bei der Bedienung der Plattform und dem Erstellen von Beteiligungsprojekten.

Während sich adhocracy+ grundsätzlich auch auf den eigenen Server installieren lässt, empfiehlt sich für die meisten Organisationen die Nutzung ohne ein eigene Installation, da in diesem Fall kein technisches Vorwissen vorhanden sein muss und die Wartung vollständig von uns übernommen wird. Der große Vorteil dieser Software as a Service (SaaS) Plattform liegt darin, dass alle anwendenden Organisationen von Weiterentwicklungen und Sicherheitsupdates profitieren.

... ist kostenfrei

Als gemeinnützige Organisation verfolgen wir das Ziel der Förderung des demokratischen Staatswesens insbesondere durch die Entwicklung, Erprobung und Nutzung des Internets als Medium für Information, politische Diskussion und Beteiligung der Bürger:innen an Entscheidungsprozessen. Dies sollte für alle Beteiligten gleichermaßen möglich sein. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, dass die Nutzung der Plattform kostenfrei ist und damit dazu beiträgt unser Ziel zu erreichen.

Dennoch entstehen für die Entwicklung und Instandhaltung der Plattform Kosten, die wir zu einem Teil über Spenden decken möchten. Aus diesem Grund befindet sich auch ein Spendenaufruf auf der Plattform. Zusätzlich können optionale Leistungen bei uns beauftragt werden, die Organisationen und Kommunen dabei unterstützen, erfolgreiche Beteiligungsprojekte umzusetzen. Diese umfassen eine eigene URL, Schulungen, ein Supportpaket sowie eine Ersteinrichtung der Plattform für eine Kommune. Insbesondere im kommunalen Bereich bietet zum Beispiel eine eigene URL enorme Vorteile, um Menschen auf ihre eigene Beteiligungsplattform aufmerksam zu machen und sie auf ihrer Webseite zu halten. Erst kürzlich hat sich unter anderem die Stadt Arnsberg für diese Variante einer eigen individualisierten URL https://beteiligung.arnsberg.de/ entschieden.

.. ist Open Source

adhocracy+ ist eine Open-Source-Beteiligungsplattform, die auf Servern in Deutschland gehostet wird. Der gemeinnützige Liquid Democracy e.V. hat sich bewusst für die Entwicklung von Open-Source-Software entschieden, um eine möglichst hohe Transparenz und Sicherheit für die Beteiligten zu gewährleisten und das Vertrauen in die Software zu stärken. Besonders bei politischer Beteiligung ist es wichtig, dass eine externe Überprüfung der Funktionsweise unserer Tools möglich ist.

Wer adhocracy+ nicht als SaaS verwenden möchte, hat die Möglichkeit eine Installation auf eigenen Servern einzurichten und die Plattform eigenständig weiterzuentwickeln. Für Organisationen und Kommunen mit IT-Ressourcen kann eine eigene Installation daher eine interessante Option sein. Ein gutes Beispiel dafür ist die auf adhocracy+ basierende Beteiligungsplattform teilhabe.diid.hhu.de des Düsseldorfer Instituts für Demokratie und Internet (DIID) der Heinrich-Heine-Universität, wo Beteiligungsprojekte der Universität durchgeführt werden.

adhocracy+ ist auf GitHub zu finden und kann gemeinsam mit uns weiterentwickelt werden.

adhocracy+ für die kommunale Bürgerbeteiligung

Die digitale Bürger:innenbeteiligung auf kommunaler Ebene bietet die Chance mehr Transparenz in Entscheidungsprozesse zu bringen, sowie eine stärkere Identifikation zwischen Bürger:innen und ihrer eigenen Umgebung zu fördern. Außerdem stärkt sie das Vertrauen in die Demokratie und das Handeln von Politik und Verwaltung. Mit adhocracy+ kann der Beteiligungsprozess vereinfacht und der Zugang zu verschiedenen Formaten unabhängig von Ort und Zeit erhöht werden.

30 Kommunen nutzen adhocracy+ und stärken damit die digitale Demokratie. Drei besonders engagierte Städte werden im Folgenden kurz vorgestellt:

Lindau – Kontroverse um Platz in der Innenstadt

In der Stadt Lindau ist adhocracy+ fester Bestandteil der Beteiligungkultur geworden und dort wird gerade eine mehrphasige Online-Beteiligung zum Karl-Bever-Platz durchgeführt. In einem offenen Bürger:innenbeteiligungsprozesses erarbeitet eine Beteiligungsgruppe gemeinsam mit Bürger:innen der Stadt Lindau ein Konzept für die Nutzung des Platzes. Unter https://beteiligung.stadtlindau.de/ steht die Plattform bereit und es kann mitgemacht und diskutiert werden!

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Online-Beteiligung der Stadt Lindau zum Karl-Bever-Platz

„Der Start unserer Online-Beteiligung ist für die Stadt Lindau ein Meilenstein. Die Initiatoren von adhocracy+ haben uns von Anfang an in allen Fragen unterstützt. Ihre Beratung, die weit über die rein technische Begleitung hinausgeht, ist für uns sehr wertvoll.“
Alexandra Abbrederis-Simpson, Bürgerbeteiligung Stadt Lindau (Bodensee)

In diesem Video erklären die Projektinitiator:innen den Mehrwert von Online-Beteiligung mit adhocracy+.

Winsen (Luhe) – formelle Bauleitplanung mit adhocracy+

Auch für formelle Bürger:innenbeteiligungen wird adhocracy+ eingesetzt. Die Stadt Winsen (Luhe) nutzte das Modul Brainstorming für eine geplante frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zu einem Bebauungsplan für 30 Einzel- und Doppelhäuser. Die Online-Beteiligung fand ergänzend zu einer Informationsveranstaltung statt, wodurch auch diejenigen die Möglichkeit zur Beteiligung hatten, die die Veranstaltung nicht besuchen konnten.

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Beispiel für formelle Öffentlichkeitsbeteiligungen in der Stadt Winsen (Luhe)

Inga Fiss, Stadtplanerin in der Stadt Winsen (Luhe) ist überzeugt:

„adhocracy+ erreicht auch die interessierten Bürger:innen, die an Präsenzveranstaltungen nicht teilnehmen möchten oder können - auch über Corona hinaus ein Riesengewinn. Darüber hinaus ist die Benutzung unkompliziert und vielseitig und verbessert dadurch den Output von Beteiligungsprozessen enorm.“

Arnsberg – Smart City Strategie und Sprechstunde mit dem Bürgermeister

Die Stadt Arnsberg hat sich eine eigene Organisation auf adhocracy+ einrichten lassen, welche unter beteiligung.arnsberg.de zur Verfügung steht. So führt zum Beispiel der Bürgermeister von Arnsberg regelmäßig eine Online-Sprechstunde über das Modul „interaktive Veranstaltung“ durch, wo Bürger:innen über die Plattform live Fragen stellen können. Außerdem läuft gerade eine Online-Beteiligung zu der Smart City Strategie Arnsberg 2030. Teilnehmende können Projektideen einreichen und zu verschiedenen Themen wie z.B. Mobilität und Klima online diskutieren. Schauen Sie gerne mal rein!

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Der Beteiligungsprozess für die Smart City Strategie Arnsberg 2030

Ralf Paul Bittner, Bürgermeister der Stadt Arnsberg:

"adhocracy+ hat uns ganz neue Möglichkeiten eröffnet, Bürger:innen unserer Stadt bei wichtigen Zukunftsfragen aktiv zu beteiligen. Besonders in Zeiten, in denen persönliche Kontakte rar sind, ist die Plattform ein einfaches, oft zeitunabhängiges und niederschwelliges Angebot, sich einzubringen. Wir haben mittlerweile in vielen Projekten sehr gute Erfahrungen gemacht, ob bei Umfragen, beim Sammeln neuer Ideen und Anregungen oder auch mit Live-Sprechstunden. Die Resonanz wird von Mal zu Mal größer."

Gemeinsam mit Initiator:innen von zahlreichen Organisationen, darunter zum Großteil Kommunen, haben wir in einem Workshop über mögliche Weiterentwicklungen Ideen gesammelt, diskutiert und neue spannende Einblicke in die Bedürfnisse der Anwender*innen bekommen. Wir möchten das Modul „Umfrage“ weiterentwickeln und benötigen dafür Ihre Unterstützung! Wir freuen uns, wenn Sie an uns spenden und dabei helfen würden adhocracy+ noch besser zu machen.

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